Speditionswiki – Containerlogistik einfach erklärt

Im Walter-Lauk-Speditionswiki erklären wir wichtige Begriffe und Abläufe rund um Containerlogistik, Containertransporte und den Hamburger Hafen praxisnah und verständlich. 

Von VGM und TR02 über Hafenumfuhren und Reefer-Container bis hin zu Zoll, Gefahrgut und Hafenabwicklung.

Closing, Schiffsschluss & Anlieferbeschränkungen im Hamburger Hafen

Closing beziehungsweise Schiffsschluss bezeichnet den spätesten Zeitpunkt, zu dem ein Exportcontainer für eine geplante Verschiffung am vorgesehenen Terminal bereitstehen muss. Gleichzeitig kann es vorkommen, dass ein Container nicht beliebig früh angeliefert werden darf. Schiffsankunft, Terminalvorgaben, Freigaben und mögliche Anlieferbeschränkungen müssen deshalb bei der Planung eines Exporttransports gemeinsam berücksichtigt werden.

Was bedeutet Closing oder Schiffsschluss?

Der Schiffsschluss – häufig auch als Closing oder Cargo Closing bezeichnet – ist eine wichtige Frist im Export.

Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Container die für die Verschiffung erforderlichen Voraussetzungen erfüllen und am vorgesehenen Terminal bereitstehen.

Wird das Closing verpasst, besteht das Risiko, dass der Container nicht mehr für das geplante Schiff berücksichtigt wird und erst mit einer späteren Abfahrt verschifft werden kann.

Welche konkrete Frist gilt, hängt unter anderem von Reederei, Schiff, Terminal, Verkehr und Transportart ab. Deshalb gibt es keinen einheitlichen Schiffsschluss für alle Exportcontainer im Hamburger Hafen.

Eine Hafenumfuhr kann beispielsweise notwendig sein, wenn ein Container:

– von einem Containerterminal zu einem Depot transportiert werden muss,

– zwischen zwei Terminals umgesetzt wird,

– von einem Depot zu einem Terminal gebracht wird,

– vor der weiteren Beförderung auf einer Lagerfläche zwischengelagert werden soll oder

– innerhalb einer mehrstufigen Transportkette an einen anderen Standort im Hafen gebracht werden muss.

Gerade in einem großen Hafen wie Hamburg gehören solche kurzen Containertransporte zu den alltäglichen Verbindungen zwischen den verschiedenen Bereichen der Logistikkette.

Der Hamburger Hafen verfügt über zahlreiche Umschlaganlagen und verschiedene Containerterminals, sodass Container innerhalb des Hafens zwischen unterschiedlichen logistischen Punkten bewegt werden müssen. Hafen Hamburg

Was ist der Unterschied zwischen ETA und Closing?

ETA – Expected Time of Arrival

Die ETA ist die voraussichtliche Ankunftszeit eines Schiffes im Hafen.

Closing / Schiffsschluss

Das Closing ist die Frist, bis zu der der Exportcontainer für die vorgesehene Verschiffung am Terminal bereitstehen muss.

Wichtig: Das Closing liegt normalerweise vor der tatsächlichen Schiffsabfahrt. Eine Veränderung der Schiffsankunft kann dazu führen, dass sich auch andere operative Termine und Planungen verändern.

Aktuelle und geplante Schiffsankünfte werden beispielsweise auch über die Informationsangebote des Port of Hamburg veröffentlicht. Dort werden für Liniendienste konkrete geplante Ankunftszeiten der jeweiligen Schiffe dargestellt.

Warum ändern sich Schiffsankünfte?

Warum kann sich die ETA eines Containerschiffes verschieben?

Schiffsankünfte sind keine unveränderlichen Termine.

Ein Containerschiff läuft während einer Reise häufig mehrere Häfen an. Verzögerungen in einem vorherigen Hafen können sich deshalb auf die gesamte weitere Rotation auswirken.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • verspätete Abfertigung in vorherigen Häfen,
  • Wetter und Sturm,
  • nautische Bedingungen,
  • Änderungen der Hafenrotation,
  • Wartezeiten vor Häfen,
  • technische oder operative Störungen,
  • hohe Terminalauslastung.

Deshalb kann sich eine ursprünglich geplante ETA mehrfach verändern.

Für die Containertransportplanung bedeutet das: Schiffsdaten müssen regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere wenn ein Exportcontainer noch abgeholt, verwogen, zwischengelagert oder am Terminal angeliefert werden muss.

Was ist eine Anlieferbeschränkung?

Was bedeutet Anlieferbeschränkung bei Exportcontainern?

Eine Anlieferbeschränkung bedeutet, dass Exportcontainer nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums oder unter bestimmten Voraussetzungen am Terminal angenommen werden.

Der Hintergrund ist insbesondere die begrenzte Lagerkapazität eines Containerterminals.

Werden Exportcontainer deutlich zu früh angeliefert, während sich das betreffende Schiff verspätet, bleiben sie länger auf dem Terminal stehen. Dadurch steigt die Flächenbelegung.

In außergewöhnlichen Situationen können Terminals deshalb die frühzeitige Anlieferung von Exportcontainern begrenzen.

HHLA hat solche Beschränkungen beispielsweise während der starken Störungen der globalen Lieferketten eingesetzt. Ende November 2022 wurden die damaligen Einschränkungen wieder aufgehoben, nachdem sich die Situation entspannt hatte. HHLA erklärte damals ausdrücklich, dass zu frühe Exportanlieferungen zusammen mit verspäteten Schiffsankünften zu hoher Lagerauslastung führen können.

Der Artikel sollte deshalb nicht behaupten, dass in Hamburg dauerhaft eine feste allgemeine Anlieferbeschränkung gilt. Solche Regelungen können terminal-, schiffs- und situationsabhängig sein.

Warum hängen ETA und Anlieferbeschränkung zusammen?

Was passiert, wenn sich ein Schiff verspätet?

Ein Beispiel:

Das Schiff soll ursprünglich am Montag Hamburg erreichen.

Der Exportcontainer ist bereits am Donnerstag vorher beim Versender fertig.

Dann verschiebt sich die ETA des Schiffes auf Donnerstag.

Würde der Container trotzdem sofort zum Terminal gebracht, müsste er möglicherweise eine Woche oder länger auf der Terminalfläche stehen.

Je nach aktueller Terminalregelung kann deshalb eine frühzeitige Anlieferung unerwünscht oder eingeschränkt sein.

In solchen Fällen kann eine Zwischenlagerung außerhalb des Terminals sinnvoll sein.

Wann ist eine Zwischenlagerung sinnvoll?

Zwischenlagerung vor dem Schiffsschluss

Eine Container-Zwischenlagerung kann helfen, wenn der Container beim Versender bereits abgeholt werden muss, aber noch nicht sinnvoll oder zulässig am Terminal angeliefert werden kann.

Ein möglicher Ablauf:

Versender → Zwischenlager → Terminal → Seeschiff

Der Container wird zunächst beim Versender aufgenommen und auf einer geeigneten Fläche zwischengelagert.

Sobald:

  • die Anlieferung freigegeben ist,
  • die aktuelle Schiffsplanung feststeht,
  • der Terminalanlauf geplant werden kann und
  • das Closing eingehalten werden kann,

wird der Container zum Terminal gebracht.

So lassen sich die Anforderungen des Versenders und die aktuelle Situation im Hafen besser miteinander verbinden.

Hier würde ich intern auf eure Container-Zwischenlagerung verlinken.

Was passiert, wenn der Schiffsschluss verpasst wird?

Kann ein Container nach dem Closing noch angeliefert werden?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Ist der Schiffsschluss bereits überschritten, kann eine planmäßige Verladung auf das ursprünglich vorgesehene Schiff gefährdet oder nicht mehr möglich sein.

Ob eine spätere Anlieferung ausnahmsweise noch akzeptiert werden kann, hängt vom konkreten Terminal, der Reederei und der operativen Situation ab.

Deshalb sollte ein verspäteter Transport nicht auf die Annahme gestützt werden, dass das Terminal „schon noch annimmt“.

Stattdessen sollte die aktuelle Situation mit den beteiligten Stellen geprüft werden.

Welche anderen Fristen können neben dem Closing wichtig sein?

Schiffsschluss ist nicht die einzige Deadline

Bei einem Exportcontainer können mehrere unterschiedliche Termine relevant sein.

Beispielsweise:

Cargo Closing

Zeitpunkt, bis zu dem der physische Container für die Verschiffung bereitstehen muss.

VGM Cut-off

Frist für die Übermittlung der Verified Gross Mass.

Dokumenten-Cut-off

Frist für bestimmte Versand- beziehungsweise Transportinformationen.

Gefahrgut-Cut-off

Für Gefahrgut können zusätzliche oder frühere Fristen gelten.

Zollrechtliche Fristen

Auch zollrechtliche Prozesse können rechtzeitig abgeschlossen beziehungsweise übermittelt werden müssen.

Deshalb sollte man nicht davon ausgehen, dass „Schiffsschluss“ automatisch alle anderen Deadlines meint.

Was bedeutet ETA, ETB und ETD?

ETA

Expected Time of Arrival
Voraussichtliche Ankunft des Schiffes.

ETB

Expected Time of Berthing
Voraussichtlicher Zeitpunkt, zu dem das Schiff am Liegeplatz festmacht.

ETD

Expected Time of Departure
Voraussichtliche Abfahrt des Schiffes.

Diese Zeitangaben können sich während der Reise verändern.
Die öffentlichen Liniendienstseiten des Port of Hamburg zeigen beispielsweise geplante Schiffsankünfte und die jeweils vorgesehenen Terminals für verschiedene Dienste.

Warum muss die Disposition Schiffsankünfte regelmäßig prüfen?

Bedeutung für den Containertransport

Für eine Containerspedition reicht es nicht, bei Auftragserteilung einmal auf die geplante Schiffsankunft zu schauen.

Ändert sich die ETA, können sich Auswirkungen ergeben auf:

  • Abholtermin beim Kunden,
  • Zwischenlagerung,
  • VGM-Verwiegung,
  • Terminalanlieferung,
  • TR02-Vormeldung,
  • Slotbuchung,
  • Closing,
  • Fahrzeug- und Fahrerplanung.

Gerade bei stark schwankenden Schiffsankünften muss die Transportplanung deshalb regelmäßig angepasst werden.

Closing und Schiffsplanung bei Walter Lauk

Wie plant Walter Lauk Exportcontainer?

Die Walter Lauk Containerspedition GmbH organisiert Vorläufe, Hafenumfuhren und Terminalanlieferungen für Exportcontainer im Hamburger Hafen.

Bei der Transportplanung berücksichtigen wir unter anderem:

  • geplante Schiffsankunft,
  • Terminal,
  • Schiffsschluss beziehungsweise Closing,
  • aktuelle Anliefermöglichkeiten,
  • TR02 und Slotbuchung,
  • VGM,
  • besondere Anforderungen des Containers.

Kann ein Container nicht unmittelbar am Terminal angeliefert werden, besteht zusätzlich die Möglichkeit, ihn auf unseren Flächen im Hamburger Hafen zwischenzulagern und anschließend passend zum weiteren Transportablauf anzuliefern.

Häufige Fragen zu Closing und Schiffsschluss

Was bedeutet Closing bei einem Container?

Closing bezeichnet die Frist, bis zu der ein Exportcontainer für die vorgesehene Verschiffung am Terminal bereitstehen muss.

Ist Closing dasselbe wie Schiffsabfahrt?

Nein. Das Closing liegt in der Regel vor der tatsächlichen Abfahrt des Schiffes und dient dazu, die Container rechtzeitig für Terminal- und Schiffsplanung bereitzustellen.

Was bedeutet ETA?

ETA steht für Expected Time of Arrival und bezeichnet die voraussichtliche Ankunftszeit eines Schiffes.

Kann sich das Closing ändern, wenn sich das Schiff verspätet?

Operative Termine können angepasst werden, wenn sich Schiffs- oder Terminalplanungen verändern. Ob und wie sich ein konkretes Closing ändert, muss beim jeweiligen Auftrag anhand der aktuellen Angaben von Reederei und Terminal geprüft werden.

Was ist eine Anlieferbeschränkung?

Eine Anlieferbeschränkung bedeutet, dass ein Exportcontainer nicht beliebig früh am Terminal angeliefert werden kann. Solche Einschränkungen können beispielsweise bei hoher Terminalauslastung oder erheblichen Schiffsverspätungen eingesetzt werden. HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG

Wo kann ich aktuelle Schiffsankünfte in Hamburg sehen?

Geplante Schiffsankünfte und Liniendienste können unter anderem über die Angebote des Port of Hamburg eingesehen werden. Die dort dargestellten Zeiten zeigen, dass Schiffsankünfte für einzelne Dienste und Schiffe laufend geführt werden. Hafen Hamburg

Was kann ich tun, wenn mein Container zu früh fertig ist?

Ist eine direkte Terminalanlieferung noch nicht möglich oder sinnvoll, kann eine Zwischenlagerung eine Lösung sein. Walter Lauk bietet hierfür eigene Zwischenlagerflächen im Hamburger Hafen an.

Hafenumfuhr in Hamburg – was bedeutet das?

Eine Hafenumfuhr ist ein Containertransport zwischen zwei Standorten innerhalb eines Hafens oder Hafengebiets – zum Beispiel zwischen einem Containerterminal, einem Depot oder einer Lagerfläche. Im Hamburger Hafen werden solche Umfuhren in der Regel mit einem Container-Lkw durchgeführt. Die Walter Lauk Containerspedition GmbH organisiert Hafenumfuhren im Hamburger Hafen als Teil ihrer Containerverkehre.

Was ist eine Hafenumfuhr?

Bei einer Hafenumfuhr wird ein Container innerhalb des Hafengebiets von einem Standort zu einem anderen transportiert. Anders als bei einem klassischen Vor- oder Nachlauf liegt das Ziel dabei typischerweise ebenfalls im Hafen.

Eine Hafenumfuhr kann beispielsweise notwendig sein, wenn ein Container:

– von einem Containerterminal zu einem Depot transportiert werden muss,

– zwischen zwei Terminals umgesetzt wird,

– von einem Depot zu einem Terminal gebracht wird,

– vor der weiteren Beförderung auf einer Lagerfläche zwischengelagert werden soll oder

– innerhalb einer mehrstufigen Transportkette an einen anderen Standort im Hafen gebracht werden muss.

Gerade in einem großen Hafen wie Hamburg gehören solche kurzen Containertransporte zu den alltäglichen Verbindungen zwischen den verschiedenen Bereichen der Logistikkette.

Der Hamburger Hafen verfügt über zahlreiche Umschlaganlagen und verschiedene Containerterminals, sodass Container innerhalb des Hafens zwischen unterschiedlichen logistischen Punkten bewegt werden müssen. Hafen Hamburg

Was ist der Unterschied zwischen Hafenumfuhr, Vorlauf und Nachlauf?

Hafenumfuhr

Der Container wird innerhalb des Hafengebiets zwischen zwei logistischen Standorten transportiert, beispielsweise von einem Terminal zu einem Depot.

Vorlauf

Beim Vorlauf wird ein Exportcontainer beziehungsweise die zu transportierende Einheit aus dem Hinterland in Richtung Hafen oder Terminal gebracht.

Nachlauf

Beim Nachlauf wird ein Importcontainer nach der Ankunft im Hafen vom Terminal oder einem anderen Übergabepunkt zum Empfänger beziehungsweise zu einem weiteren Ziel transportiert.

In der Praxis können diese Transportabschnitte miteinander kombiniert werden. Beispielsweise kann ein Container zunächst aus einem Depot aufgenommen, innerhalb des Hamburger Hafens umgefahren und später im Rahmen eines Vor- oder Nachlaufs weitertransportiert werden.

Wie läuft eine Hafenumfuhr ab?

Wie läuft eine Hafenumfuhr im Hamburger Hafen ab?

Der genaue Ablauf hängt davon ab, wo der Container aufgenommen und wohin er gebracht werden soll. Typischerweise erhält die Containerspedition zunächst die Transportdaten sowie die notwendigen Informationen zur Aufnahme und Anlieferung des Containers.

Anschließend prüft die Disposition unter anderem:

– Wo steht der Container?

– Wo soll er angeliefert werden?

– Ist der Container für die Aufnahme beziehungsweise Anlieferung freigegeben?

– Welche Terminal- oder Depotvorgaben gelten?

– Ist eine Transportvormeldung erforderlich?

– Wird ein Slot für die Abfertigung benötigt?

– Gibt es Besonderheiten wie Gefahrgut, Reefer oder High Value?

Danach wird die Tour geplant und einem geeigneten Fahrzeug beziehungsweise Fahrer zugeordnet.

Welche Rolle spielen TR02 und Slotbuchungen?

Bei Containertransporten zu den Hamburger HHLA-Terminals spielt die digitale Transportvormeldung eine wichtige Rolle. Über die Datenschnittstelle TR02 werden Transportdaten vorab an das Terminal übermittelt.

Für Containertransporte, die der Vormeldepflicht unterliegen, ist außerdem eine entsprechende Slotbuchung erforderlich. Der geplante Terminalanlauf wird dadurch einem Zeitfenster zugeordnet. So sollen Lkw-Abfertigung und verfügbare Terminalkapazität besser aufeinander abgestimmt werden.

Bei Walter Lauk kann die TR02-Transportvormeldung über die eingesetzten Systeme digital erfolgen.

Weitere Informationen zur Slotbuchung bei den Hamburger HHLA-Terminals: 

 

Warum braucht man Hafenumfuhren?

Wann ist eine Hafenumfuhr notwendig?

Eine Hafenumfuhr kann aus verschiedenen Gründen erforderlich oder sinnvoll sein. Häufig müssen Container zwischen Terminal, Depot, Lager- oder Abfertigungsflächen bewegt werden, bevor der nächste Abschnitt der Transportkette beginnen kann.

Auch unterschiedliche Öffnungs-, Freigabe- oder Anlieferzeiten können dazu führen, dass ein Container nicht unmittelbar an seinem endgültigen Hafenstandort abgegeben werden kann.

In solchen Fällen kann eine Hafenumfuhr mit einer Zwischenlagerung kombiniert werden. Der Container wird zunächst auf eine geeignete Lagerfläche transportiert und später weiter zum Terminal oder zu einem anderen Bestimmungsort gebracht.

Wer führt Hafenumfuhren in Hamburg durch?

Hafenumfuhren werden von auf Containerverkehre spezialisierten Fuhrunternehmen und Containerspeditionen durchgeführt. Die Walter Lauk Containerspedition GmbH übernimmt Hafenumfuhren im Hamburger Hafen mit eigenem Fuhrpark und zusätzlichen Transportpartnern.

Kann eine Hafenumfuhr mit Zwischenlagerung kombiniert werden?

Ja. Kann ein Container nicht unmittelbar am vorgesehenen Ziel angeliefert werden, kann eine Hafenumfuhr mit einer Zwischenlagerung kombiniert werden. Walter Lauk bietet Container-Zwischenlagerung auf zentralen Flächen im Hamburger Hafen an.

Hafenumfuhren mit Walter Lauk

Die Walter Lauk Containerspedition GmbH führt Containertransporte und Hafenumfuhren im Hamburger Hafen durch. Unser Nahverkehr organisiert Transporte vom und zum Hamburger Hafen sowie innerhalb der Metropolregion Hamburg.

Mit mehr als 30 eigenen Sattelzugmaschinen und über 100 Containerchassis verfügen wir über einen eigenen Fuhrpark für unterschiedliche Containerverkehre. Neben Standardcontainern gehören auch Reefer-, Gefahrgut- und High-Value-Transporte zu unserem Leistungsspektrum. 

Unsere Disposition plant neben Hafenumfuhren auch Vor- und Nachläufe, Fernverkehre sowie regelmäßige Werk- und Shuttle-Verkehre.

Mehr über unsere Containertransporte.

 

TR02 – Lkw-Transportvormeldung im Hamburger Hafen einfach erklärt

TR02 ist eine elektronische Datenschnittstelle zur Vormeldung und Koordination von Lkw-Containertransporten an Terminals. Über TR02 übermittelt das Fuhrunternehmen bereits vor dem eigentlichen Terminalanlauf wichtige Informationen zum geplanten Transport. Das Terminal prüft diese Angaben und sendet Statusinformationen zurück. Im Hamburger Hafen bildet die TR02-Vormeldung unter anderem die Grundlage für die Slotbuchung an den HHLA-Containerterminals.

Was ist TR02?

TR02 bezeichnet einen standardisierten elektronischen Nachrichtenaustausch zwischen Fuhrunternehmen und Terminal beziehungsweise Ladestelle.
Statt wichtige Transportdaten erst bei der Ankunft des Lkw auszutauschen, werden sie bereits im Voraus digital übermittelt. Dadurch weiß das Terminal frühzeitig, welcher Container abgeholt oder angeliefert werden soll und welcher Transport geplant ist.
Die sogenannte Transportvormeldung kann anschließend vom Terminal geprüft werden. Das Fuhrunternehmen erhält eine Statusinformation zurück und kann erkennen, ob der geplante Transport durchgeführt werden kann oder ob noch Voraussetzungen fehlen. DAKOSY beschreibt TR02 dabei ausdrücklich als Verfahren zur Koordination der Abholung oder Anlieferung von Ladung mit einem Terminal beziehungsweise einer Ladestelle.

Wie funktioniert eine TR02-Transportvormeldung?

Vereinfacht läuft der digitale Prozess in mehreren Schritten ab.
Zunächst werden die bekannten Daten des geplanten Containertransports elektronisch an das Terminal übermittelt. Das Terminal prüft die Angaben und meldet den aktuellen Status zurück.
Sind die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann aus der zunächst unverbindlichen Statusanfrage eine konkrete Transportbuchung entstehen. Mehrere Containerbewegungen eines Lkw-Anlaufs werden dabei in einem Tourenplan zusammengefasst.
Bei den Hamburger HHLA-Terminals ist dieser Prozess zusätzlich mit dem Slotbuchungsverfahren verbunden. Erst wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Terminalanlauf entsprechend geplant und abgewickelt werden.

Welche Daten werden über TR02 übermittelt?

Welche Angaben erforderlich sind, hängt vom Transportfall und dem jeweiligen Terminal ab. Zu den typischen Informationen gehören:

  • geplante Transportzeit und Transportart
  • Container- beziehungsweise Ladungsdaten
  • Containernummer und Beladezustand
  • beteiligtes Terminal oder Depot

 

  • Informationen zum Fuhrunternehmen
  • Daten zur Abholung oder Anlieferung
  • erforderliche Legitimations- beziehungsweise Freigabeinformationen
  • gegebenenfalls zusätzliche Angaben für besondere Transportfälle

Die aktuellen TR02-Spezifikationen unterscheiden dabei unter anderem zwischen Anlieferung, Auslieferung sowie Depot-Ein- und -Ausgang und legen je nach Transportfall unterschiedliche Pflichtfelder fest.

Was ist ein Tourenplan?

Ein Tourenplan fasst die Containerbewegungen zusammen, die während eines geplanten Lkw-Anlaufs an einem Terminal durchgeführt werden sollen.

So kann ein Fahrzeug beispielsweise einen Container anliefern und gleichzeitig einen anderen Container aufnehmen. Die zugehörigen Transportvorgänge werden dann gemeinsam dem Terminalanlauf zugeordnet.

An den HHLA-Terminals spielt der Tourenplan auch für die Slotprüfung am Gate eine wichtige Rolle. Jeder gebuchte Slot ist mit einem Tourenplan verknüpft. Darüber kann das Terminal den geplanten Lkw-Anlauf eindeutig zuordnen und dem Fahrer die entsprechenden Abfertigungsinformationen bereitstellen.

Was hat TR02 mit der Slotbuchung zu tun?

Die Begriffe TR02 und Slotbuchung werden im Hamburger Hafen häufig gemeinsam verwendet, sind aber nicht dasselbe.

Über TR02 werden die Transportdaten vorgemeldet und ausgetauscht. Die Slotbuchung legt dagegen fest, in welchem Zeitfenster ein Containertransport am Terminal abgefertigt werden soll.

Bei den Hamburger HHLA-Terminals bildet die TR02-Vormeldung die Grundlage des Slotbuchungsverfahrens. Für Containertransporte, die der Vormeldepflicht unterliegen, ist ein gültiger Slot Voraussetzung für die Abfertigung. HHLA gibt an, dass die Vormeldung der Transportdaten über TR02 seit November 2016 verpflichtend in dieses Verfahren eingebunden ist.

Kurz gesagt:
TR02 übermittelt die Transportinformationen – die Slotbuchung bestimmt das geplante Zeitfenster für die Terminalabfertigung.

Wie lange steht ein Slotvzur Verfügung?

Bei den HHLA-Containerterminals umfasst der eigentliche gebuchte Slot ein Zeitfenster von einer Stunde. Ein Slot bezieht sich jeweils auf einen Container.

Für die tatsächliche Ankunft bestehen zusätzlich definierte Toleranzbereiche. HHLA empfiehlt außerdem, benötigte Slots möglichst frühzeitig und nur für tatsächlich geplante Transporte zu buchen.

Diese Detailregelungen können sich ändern. Für einen konkreten Transport sollten deshalb immer die aktuellen Vorgaben des jeweiligen Terminals geprüft werden.

Was passiert, wenn der gewünschte Slot nicht verfügbar ist?

Ist für die gewünschte Transportzeit keine freie Kapazität vorhanden, muss ein anderes Zeitfenster gewählt werden.

Das Slotbuchungssystem der HHLA zeigt dafür alternative freie Zeiten vor beziehungsweise nach dem gewünschten Termin an. Die Zahl der verfügbaren Slots richtet sich nach den Abfertigungskapazitäten des jeweiligen Terminals.

Für eine Containerspedition bedeutet das: Die Terminalkapazität muss bereits bei der Tourenplanung berücksichtigt werden, damit Fahrer, Fahrzeug und Transportauftrag möglichst sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können.

Was bedeutet „ausführbar“ bei TR02?

ne Vormeldung kann unterschiedliche Statusinformationen erhalten.

Ist ein Transport ausführbar, sind die für die elektronische Abwicklung notwendigen Voraussetzungen grundsätzlich erfüllt. Fehlen dagegen beispielsweise Containerdaten, Freigaben oder andere notwendige Informationen, kann der Transport zunächst noch nicht vollständig ausführbar sein.

Gerade bei Exportcontainern kann beispielsweise bereits vor Bekanntwerden der endgültigen Containernummer ein Slot vorbereitet werden. Vor der Ankunft am Terminal muss die Containernummer jedoch ergänzt werden, damit der Tourenplan ausführbar werden kann.

Ist TR02 dasselbe wie EDI?

Nein.

EDI – Electronic Data Interchange ist ein allgemeiner Begriff für den strukturierten elektronischen Datenaustausch zwischen verschiedenen IT-Systemen.

TR02 ist dagegen ein konkreter Nachrichtenaustausch beziehungsweise Prozess für die Koordination von Transporten mit Terminals und Ladestellen.

In der Praxis können beide Verfahren miteinander verbunden sein. Ein Kunde kann beispielsweise einen Transportauftrag elektronisch per EDI an eine Containerspedition übermitteln. Die Containerspedition verarbeitet diesen Auftrag in ihrem Transportmanagementsystem und erzeugt daraus anschließend die notwendigen TR02-Nachrichten für die Terminalabwicklung.

Ist TR02 dasselbe wie passify?

Nein. Auch diese beiden Systeme erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

TR02 dient der Vormeldung und Koordination des Containertransports.

passify dient dagegen unter anderem der digitalen Fahrer- und Lkw-Abfertigung. An den Hamburger HHLA-Terminals CTA, CTB und CTT erfolgt die Lkw-Abfertigung seit dem 2. Dezember 2024 ausschließlich über die passify-App und nicht mehr über die frühere Trucker-Card.

Vereinfacht kann man daher sagen:

TR02 → Transport und Container werden digital angekündigt.
passify → unterstützt die digitale Fahrer-/Lkw-Abfertigung am Terminal.

Wie nutzt Walter Lauk TR02?

Die Walter Lauk Containerspedition GmbH wickelt täglich Containertransporte im Hamburger Hafen ab und setzt dabei digitale Systeme zur Unterstützung der Disposition und Terminalabwicklung ein.

Unsere Systeme sind in der Lage, Lkw-Transportvormeldungen über TR02 zu übermitteln. Dadurch können Transportinformationen direkt aus unseren digitalen Abläufen für die Terminalabwicklung bereitgestellt werden. Walter Lauk bietet darüber hinaus EDI-Anbindungen für den elektronischen Datenaustausch mit Kundensystemen sowie ein eigenes Kundenportal für Transportinformationen an.

Auch Touren- und Slotprozesse sind in unsere digitale Disposition eingebunden. Ziel ist es, möglichst viele wiederkehrende Schritte automatisiert abzuwickeln und dadurch den manuellen Aufwand für Fahrer und Disposition zu reduzieren. Walter Lauk beschreibt beispielsweise auch für die eingesetzte Fahrer-App eine automatisierte Tourenplan- und Sloterstellung.

Häufige Fragen zu TR02

Was bedeutet TR02?

TR02 bezeichnet einen elektronischen Nachrichtenaustausch zur Vormeldung und Koordination von Transporten zwischen Fuhrunternehmen und Terminal beziehungsweise Ladestelle. Im Hamburger Hafen wird TR02 insbesondere bei der digitalen Abwicklung von Containertransporten eingesetzt.

Wofür wird TR02 im Hamburger Hafen benötigt?

Über TR02 werden geplante Containertransporte vor dem Terminalanlauf digital vorgemeldet. Bei den HHLA-Containerterminals bildet die Vormeldung außerdem die Grundlage für die Slotbuchung.

Braucht jeder Container einen Slot?

Bei den HHLA-Terminals müssen für alle Containertransporte, die der Vormeldepflicht unterliegen, Slots gebucht werden. Ein Slot bezieht sich jeweils auf einen Container.

Kann ein Export-Slot gebucht werden, wenn die Containernummer noch nicht bekannt ist?

Bei HHLA kann für einen Exportcontainer bereits ein Slot gebucht werden, obwohl die Containernummer noch nicht vorliegt. Der Tourenplan ist dann zunächst noch nicht ausführbar. Die Containernummer muss vor der Terminalankunft ergänzt werden.

Kann Walter Lauk TR02-Vormeldungen durchführen?

Ja. Die Systeme der Walter Lauk Containerspedition GmbH unterstützen die Lkw-Transportvormeldung über TR02.

Was ist der Unterschied zwischen TR02 und einer Slotbuchung?

TR02 dient dem elektronischen Austausch der Transportdaten. Mit der Slotbuchung wird dagegen ein konkretes Zeitfenster für die geplante Abfertigung des Containers am Terminal reserviert.

Quelle und weiter Informationen:
HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG
Tr02 Wiki

VGM – Verified Gross Mass: Was bedeutet das?

VGM steht für Verified Gross Mass, auf Deutsch bestätigte Bruttomasse. Sie bezeichnet das verifizierte Gesamtgewicht eines vollständig gepackten Containers einschließlich Ladung, Verpackungs- und Sicherungsmaterial sowie des Eigengewichts des Containers. Für beladene Exportcontainer muss die VGM grundsätzlich rechtzeitig vor der Verladung auf ein SOLAS-pflichtiges Seeschiff vorliegen.

Was gehört zur Verified Gross Mass?

Die VGM ist nicht nur das Gewicht der Ware im Container. Sie umfasst die gesamte Bruttomasse des gepackten Containers.

Dazu gehören:

– die transportierte Ware,

– Verpackungsmaterial,

– Paletten,

– Stau- und Zurrmaterial,

– sonstiges Sicherungsmaterial und

– das Tara beziehungsweise Eigengewicht des Containers.

Die korrekte Bruttomasse ist wichtig, damit Container auf einem Schiff sicher gestaut und die Gewichte bei der Stauplanung richtig berücksichtigt werden können. Falsche Gewichtsangaben können unter anderem zu falscher Stauplanung, instabilen Containerstapeln und Sicherheitsrisiken führen.

Seit wann ist die VGM verpflichtend?

Die VGM-Pflicht gilt seit dem 1. Juli 2016. Grundlage ist die Änderung des internationalen SOLAS-Übereinkommens – der „International Convention for the Safety of Life at Sea“.

Für einen gepackten Container muss die bestätigte Bruttomasse rechtzeitig vorliegen, damit sie bei der Stauplanung des Schiffes berücksichtigt werden kann. Fehlt die VGM, darf der Container grundsätzlich nicht auf ein Schiff verladen werden, für das die SOLAS-Regelung gilt.

 

Zwei Methoden zur Ermittlung der VGM

Methode 1: Wiegen des gepackten Containers

Bei Methode 1 wird der vollständig beladene und verschlossene Container als Ganzes gewogen.

Dafür muss ein geeignetes kalibriertes beziehungsweise zertifiziertes Wiegesystem verwendet werden. In Deutschland verlangt die BG Verkehr für die Verwiegung des gesamten beladenen Containers grundsätzlich eine Waage mindestens der Genauigkeitsklasse IIII nach den entsprechenden Vorgaben.

Container + Ladung + Verpackung = direkt gewogene VGM

Methode 2: Einzelgewichte berechnen

Bei Methode 2 wird nicht der komplette Container gewogen. Stattdessen werden die Massen aller Frachtstücke, Paletten, Verpackungs-, Stau- und Sicherungsmaterialien bestimmt und anschließend mit dem Tara des Containers addiert.

Die Berechnung muss nach einem von der zuständigen Behörde anerkannten beziehungsweise zertifizierten Verfahren erfolgen. In Deutschland können unter anderem bestehende Qualitätszertifizierungen oder die AEO-Anerkennung hierfür genutzt werden; alternativ stellt die BG Verkehr ein Musterverfahren zur Verfügung.

Ladung + Verpackung + Sicherungsmaterial + Container-Tara = VGM

Wer ist für die VGM verantwortlich?

Für die Ermittlung und Übermittlung der Verified Gross Mass ist grundsätzlich der Shipper beziehungsweise Befrachter verantwortlich.

Nach den IMO-Regeln ist damit die Person oder das Unternehmen gemeint, das im Bill of Lading, Sea Waybill oder einem vergleichbaren Transportdokument als Shipper genannt wird beziehungsweise in dessen Namen der Beförderungsvertrag mit der Reederei geschlossen wurde. IMO

Der Shipper muss dafür sorgen, dass die VGM rechtzeitig an die Reederei beziehungsweise deren Vertreter und das Terminal übermittelt wird.

Wichtig: Das heißt nicht zwingend, dass der Shipper den Container selbst wiegen muss.

Er kann dafür einen geeigneten Dienstleister beauftragen. Und genau hier kommt Walter Lauk sinnvoll ins Spiel.

 

Wo kann ein Container für die VGM gewogen werden?

Wenn das bestätigte Containergewicht noch nicht vorliegt, kann der Container auf einer geeigneten Waage verwogen werden.
Die Walter Lauk Containerspedition GmbH bietet die VGM-Verwiegung von Containern im Hamburger Hafen an. Dadurch kann die Verwiegung bei Bedarf mit Containertransport, Hafenumfuhr oder Zwischenlagerung kombiniert werden.
Besonders praktisch kann dies sein, wenn sich der Container ohnehin bereits im Hamburger Hafen befindet oder vor der Terminalanlieferung auf einer Lagerfläche zwischengelagert werden soll.

Bis wann muss die VGM übermittelt werden?

Die VGM muss rechtzeitig vorliegen, damit sie bei der Erstellung des Stauplans für das Schiff berücksichtigt werden kann.

Einen weltweit einheitlichen konkreten Zeitpunkt wie „24 Stunden vor Abfahrt“ schreibt SOLAS nicht vor. Die tatsächliche VGM-Deadline beziehungsweise der VGM-Cut-off wird von Reederei und Terminal im jeweiligen Transportprozess festgelegt.

Deshalb sollte die VGM möglichst frühzeitig eingeplant und die konkrete Frist des jeweiligen Exportauftrags geprüft werden.

Kann ein Container ohne VGM verladen werden?

Grundsätzlich nein. Eine vorliegende Verified Gross Mass ist Voraussetzung dafür, dass ein gepackter Container auf ein Schiff verladen werden kann, auf das die SOLAS-Regelungen Anwendung finden.

Liegt die VGM nicht rechtzeitig vor, kann der Container von der Verladung ausgeschlossen werden. In bestimmten Fällen können Reederei beziehungsweise Terminal die VGM noch auf andere Weise ermitteln lassen; die daraus entstehenden Abläufe und möglichen Kosten können jedoch vom jeweiligen Hafen, Terminal und Carrier abhängen.

Unterschied: Tara, Nettogewicht und VGM

Tara

Das Tara ist das Eigengewicht des leeren Containers.

Nettogewicht

Das Nettogewicht bezeichnet vereinfacht das Gewicht der transportierten Ware ohne Containergewicht.

VGM / Bruttomasse

Die Verified Gross Mass umfasst den gepackten Container inklusive Ladung, Verpackungs- und Sicherungsmaterial sowie Container-Tara.

Warum wurde die VGM-Pflicht eingeführt?

Das tatsächliche Gewicht eines Containers ist für die Sicherheit des Seetransports entscheidend.

Die IMO weist darauf hin, dass falsch deklarierte Containergewichte die Stauplanung beeinträchtigen und unter anderem zu instabilen Containerstapeln, Schäden oder sogar zum Verlust von Containern über Bord beitragen können.

Die verpflichtende Gewichtsverifizierung soll deshalb dafür sorgen, dass bei der Beladung und Stauplanung eines Schiffes mit verlässlichen Gewichtsangaben gearbeitet wird.

VGM-Verwiegung und Containerlogistik aus einer Hand

Die Walter Lauk Containerspedition GmbH verbindet die VGM-Verwiegung mit weiteren Leistungen rund um den Containertransport im Hamburger Hafen.

Je nach Auftrag können wir unter anderem:

– Container transportieren,

– Hafenumfuhren durchführen,

– Container zwischenlagern,

– die VGM ermitteln,

– den weiteren Transport zum Terminal organisieren und

– weitere Leistungen rund um die Hafenabwicklung koordinieren.

Dadurch können mehrere Prozessschritte innerhalb eines Transportauftrags miteinander verbunden werden.

Vorlauf und Nachlauf bei Containertransporten – einfach erklärt

Vorlauf und Nachlauf bezeichnen die Transportabschnitte vor und nach dem eigentlichen Haupttransport einer Ware. Bei einem Seecontainer ist der Vorlauf typischerweise der Transport vom Versender zum Hafen oder Terminal. Der Nachlauf beginnt nach der Ankunft des Containers im Zielhafen und führt beispielsweise vom Terminal zum Empfänger.

Bei internationalen Containertransporten verbinden Vor- und Nachlauf damit den Seetransport mit dem Absender beziehungsweise dem endgültigen Empfänger.

Was bedeutet Vorlauf in der Logistik?

Der Vorlauf ist der Transportabschnitt vor dem Hauptlauf einer Transportkette.

Bei einem Exportcontainer kann das zum Beispiel bedeuten, dass ein leerer Container zunächst zum Versender gebracht, dort beladen und anschließend mit dem Lkw zum Hafen beziehungsweise Containerterminal transportiert wird.

Typischer Ablauf:

Versender → Lkw-Transport → Hafen / Terminal → Seeschiff

Der Transport auf der Straße bis zum Hafen ist in diesem Beispiel der Vorlauf.

Je nach Transportkonzept kann ein Vorlauf aber auch über mehrere Verkehrsträger erfolgen. Ein Container kann beispielsweise zunächst per Lkw zu einem Inlandterminal und von dort per Bahn oder Binnenschiff zum Seehafen transportiert werden.

Was bedeutet Nachlauf?

Der Nachlauf ist der Transportabschnitt nach dem Hauptlauf.

Bei einem Importcontainer beginnt er typischerweise nach der Ankunft des Schiffes im Zielhafen. Der Container wird nach Freigabe am Terminal aufgenommen und zum Empfänger oder zu einem weiteren logistischen Standort transportiert.

Typischer Ablauf:

Seeschiff → Hafen / Terminal → Lkw-Transport → Empfänger

Der Transport vom Hafen zum Empfänger ist hier der Nachlauf.

Auch im Nachlauf können verschiedene Verkehrsträger miteinander kombiniert werden. Bei längeren Strecken kann ein Container beispielsweise zunächst per Bahn in ein Inlandterminal gebracht und erst von dort per Lkw zum endgültigen Empfänger transportiert werden.

Vorlauf und Nachlauf im direkten Vergleich

VORLAUF

Vor dem Haupttransport

Der Vorlauf bringt die Ware beziehungsweise den Container vom Ausgangspunkt zum Beginn des Hauptlaufs – bei Seefracht häufig vom Versender zum Hafen oder Containerterminal.

Beispiel:
Hamburg-Umland → Containerterminal Hamburg → Schiff

NACHLAUF

Nach dem Haupttransport

Der Nachlauf verbindet das Ende des Hauptlaufs mit dem endgültigen Empfänger – bei Importcontainern häufig vom Hafen oder Terminal zum Kunden.

Beispiel:
Schiff → Containerterminal Hamburg → Empfänger

Unter den beiden Kästen würde ich noch ergänzen:

Merksatz: Vorlauf = vor dem Hauptlauf. Nachlauf = nach dem Hauptlauf.

Beispiel: Vorlauf eines Exportcontainers

Wie läuft ein Vorlauf bei einem Exportcontainer ab?

Ein typischer Exporttransport kann folgendermaßen aussehen:

  1. Der Transportauftrag wird an die Containerspedition übermittelt.
  2. Ein leerer Container wird gegebenenfalls an einem Depot aufgenommen.
  3. Der Container wird zum Versender gebracht.
  4. Der Versender belädt den Container.
  5. Der beladene Container wird zum Hamburger Hafen transportiert.
  6. Falls erforderlich, werden VGM, Terminalvormeldung und Slot berücksichtigt.
  7. Der Container wird am vorgesehenen Terminal angeliefert.
  8. Anschließend erfolgt die Verladung auf das Seeschiff.

Je nach Auftrag können zwischen diesen Schritten weitere Prozesse notwendig sein, beispielsweise eine Zwischenlagerung, eine VGM-Verwiegung, eine Zollabfertigung oder eine Hafenumfuhr.

Was ist der Unterschied zwischen Vorlauf und Hafenumfuhr?

Beim Vorlauf wird der Container in Richtung des eigentlichen Haupttransports bewegt. Bei einem Exportcontainer führt der Vorlauf typischerweise vom Versender in Richtung Hafen beziehungsweise Terminal.

Eine Hafenumfuhr findet dagegen innerhalb des Hafengebiets statt. Dabei wird ein Container beispielsweise zwischen Terminal, Depot und Lagerfläche transportiert.

Beispiel:

Kunde in Niedersachsen → Hamburger Hafen
= Vorlauf

Depot Hamburg → Containerterminal Hamburg
= Hafenumfuhr

Ein Transportauftrag kann beide Abschnitte enthalten.

Zum Beispiel:

Kunde → Zwischenlager Walter Lauk → Terminal

Der erste Transportabschnitt kann Teil des Vorlaufs sein. Die spätere Bewegung vom Lager zum Terminal kann als Hafenumfuhr erfolgen.

Welche Rolle spielen Terminals und Depots?

Terminal und Depot im Vor- und Nachlauf

Containerterminals und Depots haben unterschiedliche Funktionen innerhalb der Transportkette.

Ein Containerterminal ist insbesondere der Ort, an dem Container zwischen Seeschiff und Landverkehr umgeschlagen werden.

Ein Containerdepot dient unter anderem zur Aufnahme, Ausgabe oder Lagerung leerer beziehungsweise je nach Standort auch anderer Container.

Im Vorlauf kann ein Container daher beispielsweise zunächst an einem Depot aufgenommen werden, anschließend beim Kunden beladen und danach am Terminal angeliefert werden.

Im Nachlauf kann nach der Zustellung beim Empfänger die Rückführung des leeren Containers zu einem vorgegebenen Depot notwendig sein.

Damit besteht ein Transportauftrag häufig nicht nur aus einer Fahrt von A nach B, sondern aus mehreren miteinander verbundenen Bewegungen.

Welche Rolle spielt die Containerfreistellung?

Was muss vor einem Import-Nachlauf passieren?

Bevor ein Importcontainer am Terminal abgeholt werden kann, müssen die notwendigen Voraussetzungen für die Herausgabe erfüllt sein.

Dazu können insbesondere Freigaben der beteiligten Unternehmen und gegebenenfalls zollrechtliche Voraussetzungen gehören.

Erst wenn der Container zur Abholung bereitsteht und die erforderlichen Informationen vorliegen, kann der Nachlauf zuverlässig geplant werden.

Welche Rolle spielen TR02 und Slotbuchung?

Bei Transporten zu beziehungsweise von Hamburger Containerterminals müssen die jeweiligen Terminalprozesse berücksichtigt werden.

Dazu können unter anderem gehören:

  • Transportvormeldung
  • TR02
  • Slotbuchung
  • Containerfreigabe
  • Terminalstatus
  • Container- und Transportdaten
  • besondere Anforderungen bei Reefer-, Gefahrgut- oder Spezialcontainern

Eine frühzeitige digitale Planung dieser Prozesse hilft dabei, unnötige Wartezeiten und nicht ausführbare Fahrten zu vermeiden.

Wann ist eine Zwischenlagerung sinnvoll?

Zwischenlagerung zwischen Vorlauf und Terminalanlieferung

Nicht immer kann ein Exportcontainer unmittelbar nach der Beladung am Terminal angeliefert werden.

Beispielsweise kann der Container beim Versender bereits fertig sein, während die Anlieferung für das vorgesehene Schiff noch nicht möglich oder sinnvoll ist.

In solchen Fällen kann eine Container-Zwischenlagerung den Vorlauf flexibler machen.

Der Container wird zunächst vom Versender abgeholt und auf einer geeigneten Lagerfläche abgesetzt. Sobald die Terminalanlieferung möglich ist, wird er von dort zum Terminal transportiert.

Dadurch können unter anderem:

  • Abholzeiten beim Versender,
  • Terminalfreigaben,
  • Closing-Zeiten,
  • Produktionsabläufe und
  • verfügbare Transportkapazitäten

besser aufeinander abgestimmt werden.

Können Vorlauf und Nachlauf intermodal erfolgen?

Lkw, Bahn und Binnenschiff kombinieren

Ja. Vor- und Nachläufe müssen nicht vollständig mit dem Lkw durchgeführt werden.

Je nach Strecke, Transportmenge und Anforderungen können unterschiedliche Verkehrsträger miteinander kombiniert werden.

Beispielsweise:

Versender → Lkw → Inlandterminal → Bahn → Hamburger Hafen

oder:

Hamburger Hafen → Bahn → Inlandterminal → Lkw → Empfänger

Solche Transportketten werden als intermodale Transporte bezeichnet.

Der Lkw übernimmt dabei häufig die sogenannte erste oder letzte Meile zwischen Kunde und Terminal beziehungsweise Umschlagpunkt.

Vor- und Nachläufe mit Walter Lauk

Wie organisiert Walter Lauk Vor- und Nachläufe?

Die Walter Lauk Containerspedition GmbH organisiert Vor- und Nachläufe für Seecontainer vom und zum Hamburger Hafen.

Unser Nahverkehr übernimmt Containertransporte im Hamburger Hafen und der Metropolregion. Für weiter entfernte Ziele organisieren wir auch deutschlandweite Containerverkehre.

Je nach Transportauftrag können wir unterschiedliche Leistungen miteinander verbinden, darunter:

  • Vorläufe
  • Nachläufe
  • Hafenumfuhren
  • Container-Zwischenlagerung
  • VGM-Verwiegung
  • Reefertransporte
  • Gefahrguttransporte
  • Zoll- und Veterinärabfertigung
  • Werk- und Shuttle-Verkehre
  • intermodale Transportlösungen

Mit eigenem Fuhrpark, mehr als 100 Containerchassis und digitalen Prozessen für Disposition und Terminalabwicklung können wir unterschiedliche Abschnitte der Containertransportkette miteinander koordinieren.

Häufige Fragen zu Vorlauf und Nachlauf

Was ist ein Vorlauf bei einem Containertransport?

Der Vorlauf bezeichnet den Transportabschnitt vor dem Haupttransport. Bei einem Exportcontainer ist das häufig der Transport vom Versender zum Hafen beziehungsweise Containerterminal.

Was ist ein Nachlauf?

Der Nachlauf findet nach dem Haupttransport statt. Bei einem Importcontainer bezeichnet er typischerweise den Transport vom Hafen beziehungsweise Terminal zum Empfänger.

Was ist der Unterschied zwischen Vorlauf und Nachlauf?

Der Vorlauf liegt vor dem Haupttransport, der Nachlauf danach. Bei einer Seefracht verbindet der Vorlauf den Versender mit dem Hafen, während der Nachlauf den Zielhafen mit dem Empfänger verbindet.

Ist eine Hafenumfuhr ein Vorlauf?

Nicht zwangsläufig. Eine Hafenumfuhr bezeichnet einen Transport zwischen Standorten innerhalb des Hafengebiets. Sie kann allerdings Bestandteil einer größeren Vor- oder Nachlaufkette sein.

Kann ein Container zwischen Vorlauf und Verschiffung zwischengelagert werden?

Ja. Ist eine direkte Terminalanlieferung beispielsweise noch nicht möglich, kann ein Exportcontainer zunächst auf einer geeigneten Fläche zwischengelagert und später zum Terminal transportiert werden.

Wer organisiert Vorlauf und Nachlauf?

Je nach vereinbarter Transportkette können Verlader, Reedereien, Speditionen oder andere Logistikdienstleister die einzelnen Transportabschnitte organisieren. Die Walter Lauk Containerspedition GmbH organisiert Vor- und Nachläufe vom und zum Hamburger Hafen.

Kann Walter Lauk Vor- und Nachläufe deutschlandweit durchführen?

Walter Lauk organisiert sowohl Containertransporte im Hamburger Nahverkehr als auch Fernverkehre zu Zielen innerhalb Deutschlands.